Da lobt oder besser verteidigt DOK indirekt das ZDF [sic], weil die korrekt waren, gegen ein Schießen von Seiten Broders und schon fällt das zurück auf die eigenen Füße, ob des ganzen Durcheinanders das mittlerweile medial und in den Köpfen veranstaltet wird…

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Hüh und Hot

Ganz davon mal abgesehen: Nur mal so angenommen, dass Broder Recht hätte mit dem, was er sagt und was die Welt da publiziert – wie bitte sehr sollen sich die lesenden Menschenlein an den Teleschirmen noch auskennen, die zeitgleich von der Regierung erzählt bekommen, dass eine 6-Buchstaben-Montagsdemo mit rund 10.000 Menschen „bäh“ ist, die verallgemeinert (oder auch „vereinfacht“ für die blöd geglaubten Zuschauer) durch die Medien wiedergegeben, ebenfalls in ein sehr ähnliches Horn stößt? Belehrungen durch Haarspalterei und Differenzierungen bitte stecken lassen – vom einen aufs andere zu schließen, geht in den beiden Fällen einfach: Broder fordert eine Nennung des Bösen oder besser: dessen vorausschauende Markierung, Einordnung oder Etikettierung und die Demonstranten haben Angst vor diesem genauso simpel eingeordneten verorteten Bösen. DAS ist zu einfach und stellt Schönfärberei in allen Schattierungen dar – welch schönes Wortspiel, für alle Seiten.

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Kreuz und Quer

So viel Kreuz- und Querfront, gesellschaftlich, politisch als auch ideologisch, wie in letzter Zeit durch die Medien getrieben wird, ist das kaum noch für Otto Normal verständlich, was denn nun da alles passiert und wer die richtigeren Werte vertritt: Aber nur, wenn er dann das und das nicht gleichzeitig sagt; aber wenn doch, dann kann er nur so oder so gemeint haben, damit er wieder richtig liegt; oder besser kann er dann nur das so auslegen, wie schon der vor ihm, der damit aber eher das Gegenteil meinte.  Aber?! Nix aber! Es wird einfach alles vermischelt, damit am Schluss gar keiner mehr gegen oder besser für etwas sein kann und damit alle schon in den Diffamierungstopf passen und schon ist Schicht im Schacht mit Aufklärung 2.0. Die unterschiedlichen Abgrenzungen und Lager sollten sich mal lieber einfach aus dem Weg gehen und sich nicht noch weiter ineinander argumentativ verharken – denn das bedeutet das Ende für alle Differenzen. Gleich gleich gleich. Ist längst alles obsolet seit Friendenswünscher nun zu Extremisten und Spinnern gezählt werden, warum noch drüber streiten? Aber schön – zerfleischen sich die Gruppen gegenseitig, braucht sich niemand anderer aka Staatsmacht mit Aussagen und Taten die Hände schmutzig machen – die ebenso tief blicken lassen würden, wie das Volk in Schach gehalten wird, wenn es dann wirklich soweit wäre. Nein, die sollen sich ruhig mit allem abärgern dürfen, was sie schön sauber immer weiter mit verursachen und verbocken. Und nein, das ist kein Aufruf zur Passivität, sondern zum Nachdenken und dann reagieren. Schnelle Beißreflexe sind schon so manches Mal als unüberlegte Aktion in die Hose gegangen. Die Gruppierungen sollen sich mal alle unabhängig voneinander an der Staatsmacht reiben – gleiches Recht für alle.

Differenzierung gehört niemals zur Eigenschaft einer größeren Masse von Menschen in ihren Ansichten – darauf reagieren größere Gruppen verstört. Deswegen sind auch viele Grauschattierungen bei bestimmten Berichterstattungen und Demos aus den Medien entschwunden. Damit es nicht mehr so schwer ist, zu wissen, wer denn die Guten sein sollten, was sie dann leider auch nicht sind – aber damit lassen sich so wunderbar andere Meinungen provozieren, dass danach selbst Menschen die einer gemeinsamen Meinung waren, nicht mehr wissen, wo die anderen und respektive sie selbst stehen vor lauter Wirrwarr. Schön nicht? Nicht!

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Gegen GEGEN – für FÜR

Der Eindruck, dass hier einfach alle nur schwindelig gewiegelt werden sollen, drängt sich da zwangsläufig auf – um dann einen Heilsbringer hinzustellen, der die Lösung bietet… Oder auch nur eine Lösung alleine – so etwas soll ja geschichtlich belegt schon öfter vorgekommen sein. Vielen Dank – darauf wird gerne verzichtet.

Dazu sollte eine Debatte stattfinden, wie es überhaupt möglich ist, dass Demonstrationen lieber GEGEN etwas geführt werden und nicht besser FÜR? Denn am FÜR wird klar ersichtlich, wo die Menschen hinwollen – GEGEN, da gibt es immer viel, und davon wiederum viel, was kaum Sinn ergibt.

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Bedankt!

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